Bea Petri

6 Fragen an: Bea Petri, Unternehmerin, Maskenbildnerin

 

Liebe Bea, erzähl uns doch, wie es dazu kam, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen?

Als gelernte Apothekenhelferin bekam ich die Möglichkeit als "Schminkerin" im Fernsehstudio Bundeshaus zu arbeiten. vom ersten Tag an war mir klar, dass ich meinen Traumjob gefunden hatte. Das zusammenarbeiten mit all den Persönlichkeiten empfand ich als äusserst spannend & ich wollte, dass sie sich wohl und sicher fühlten vor der Kamera. Dazu gehörte meinerseits auch eine weit grössere Betreuung als nur das Schminken. 1995 durfte ich meinen ersten Spielfilm als Masken Assistentin begleiten. Ich profitierte von einer strengen Ausbildung durch eine arrivierte Berliner Maskenbildnerin. Ich war ihre Schülerin, Assistentin und Freundin. Anschliessend durfte ich als „Chefmaske“ in verschiedenen Spielfilmen in Berlin arbeiten. Neben der Gründung einer schule für Make-up Artisten und der Cinémask Agentur in Zürich, arbeitete ich mit Leidenschaft und Herzblut in meinem Beruf als Maskenbildnerin weiter.

2003 eröffnete ich die schminkbar an der Beatengasse in Zürich mit einem Konzept, das einmalig war. Ich wollte die Kunden verwöhnen, genauso wie ich es all die Jahre zuvor mit meinen Prominenten gemacht hatte. Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und professionell dienen zu können waren meine Begabungen die ich weitergeben konnte. Dazu kam eine grosse Portion Glück, dass es bei einem Start-up immer braucht.

 

Wie schaffst Du es, Beruf und Familie / Privatleben in Balance zu halten?

Früher war ich oft von schlechtem Gewissen geplagt, wenn ich an Dreharbeiten war und meine Kinder zu Hause waren. Ihnen gerecht zu werden, war aber auch eine Frage der guten Organisation. Heute arbeiten wir alle zusammen und nebst meinen Töchtern ist auch mein Schwiegersohn als CEO in der schminkbar dabei. Daneben unterstützt mich mein Mann mit seiner Erfahrung im Verwaltungsrat. Mittlerweile hat das Geschäft mit über 75 Mitarbeitenden eine anspruchsvolle Grösse erreicht. Heute kann ich aber auch loslassen und andere Freuden haben in meinem Leben Platz gefunden. Dazu gehört vor allem mein Ausbildungsprojekt für junge Menschen in Burkina Faso. (www.nasmode.com)

 

Was ist Deine grösste Motivation, immer weiter zu machen?

Die schminkbar ist etwas Grossartiges geworden. Das Konzept als Wohlfühl-Oase, das Team, die Stimmung, die Kundschaft. Ich liebe es, mich dort aufzuhalten.

 

Bea, wie oder wo entspannst Du Dich am besten?

Mittlerweile gönnen sich mein Mann und ich viele Auszeiten. Reisen beflügelt uns. Aber auch die Möglichkeiten in die Berge zu fahren oder an unserem Wohnort direkt am Untersee zu sein, geben uns Entspannung pur. 

 

 Wie sieht ein perfekter Tag für Dich aus?

Er beginnt mit einem Kaffee, welchen mir mein Mann seit Jahren jeden Morgen ans Bett bringt. Was gibt es Schöneres, als so in den Tag zu starten. 

Danach unterscheidet sich jeder Tag. Ich besuche die verschiedenen schminkbars, erledige Büroarbeiten, habe Sitzungen und Gespräche darüber, wie wir neue Ideen umsetzen können. Im Moment beschäftigen wir uns mit der Eröffnung einer sehr speziellen schminkbar im Mai. Im 5. OG des neuen Modissa Hauses an der Zürcher Bahnhofstrasse werden wir uns bis September 2016 einquartieren. Am 27.4.16 werden wir in der schminkbar an der Beatengasse die Vernissage meines Buches "ungeschminkt" feiern. Zuerst reise ich jedoch nach Burkina Faso und besuche die wunderbare Schule in Ouagadougou, wo einige Arbeit auf mich wartet. 

 

Was ist Dein Beauty-Geheimnis?

Sich immer wieder eine kurze Auszeit gönnen. Sich etwas Gutes tun - dies ist mein Credo. 

 

bepure: Herzlichen Dank, liebe Bea, für Deine Zeit und deine interessanten und inspirierenden Antworten. Wir sind stolz, dass es unsere Produkte in der schminkbar zu kaufen gibt.  

 

Fotografin: Xandra M. Linsin 

Erstellt in Rubrik Naturkosmetik durch

Kathleen Krug