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Article: #skinschool Mythen und Tipps zum Thema Gesichtsreinigung

#skinschool Mythen und Tipps zum Thema Gesichtsreinigung

#skinschool Mythen und Tipps zum Thema Gesichtsreinigung

Wir alle kennen diesen Wunsch: morgens in den Spiegel schauen und eine Haut sehen, die frisch, klar und gesund aussieht. Eine Haut, die strahlt, ohne dass wir viel dafür tun müssen und wir uns rundum darin wohl fühlen. Doch genau hier beginnt oft das Problem. Zwischen unzähligen Produkten, widersprüchlichen Tipps und Marketingversprechen verlieren wir schnell das Gefühl dafür, was und wieviel unsere Haut wirklich braucht.

Viele glauben, dass „mehr Reinigung“ automatisch „bessere Haut“ bedeutet. Zweimal täglich schäumen, schrubben, peelen – so empfiehlt es uns oft die Beautyindustrie und Werbeanzeigen. Aber ist das wirklich der Weg zu reiner, rosiger Haut? Oder schaden wir unserer Haut damit sogar mehr, als wir ihr helfen?

Die Wahrheit ist: unsere Haut braucht nicht mehr Reinigung – sondern die richtige Reinigung. Sanft am Morgen, gründlich am Abend, und immer mit Blick auf Hygiene und Hautbarriere.

Dieser Beitrag räumt auf: mit Fakten, einfachen Tipps und einem Fokus auf das, was deine Haut wirklich braucht.

🧼 Mythos 1: „Je mehr Schaum, desto sauberer die Haut“

Viele denken, dass eine reine Haut nur durch gründliche Gesichtsreinigung mit viel Einsatz mindestens 2x pro Tag am Morgen und am Abend möglich ist. Fühlt sich deine Haut nach der Gesichtsreinigung aber trocken an, spannt oder brennt sogar, solltest du deine Reinigung nochmal überdenken. … Dann ist sie möglicherweise zu stark für deinen Hauttyp. Denn übermässiges Waschen, zu aggressive Tenside oder austrocknender Alkohol als zweiter oder dritter Inhaltsstoff in deinem Gesichtsreiniger schaden eher der Hautbarriere.  Die Haut kann anfällig mit Rötungen, entzündlichen Zuständen, Juckreiz oder Unreinheiten reagieren.

Tipp: Eine sanfte Gesichtsreinigung wie unser Reinigungsbalsam Calming Milk reinigt gründlich, entfernt Makeup und überschüssigen Talg, ohne dabei die Hautbarriere anzugreifen. Der Cleansing Balm verwandelt sich durch milde Zuckerextrakte bei Kontakt mit Wasser in eine leichte Reinigungsmilch und bietet so eine einzigartige Kombination aus gründlicher, dabei sanfter Reinigung sowie beruhigender Pflege. Ideal für alle Hauttypen – besonders für sensible, unreine oder zu Rosazea neigende Haut.

🔥 Mythos 2: „Heißes Wasser öffnet die Poren“

Obwohl der Gedanke entspannend nach Wellness klingen mag, ist heisses Wasser für die Haut eher reizend. Ausserdem haben Poren keine Muskeln – sie können sich anatomisch nicht „öffnen“ oder „schließen“. 

Tipp: Für die Reinigung ist lauwarmes Wasser am hautfreundlichsten.

🧻 Mythos 3: „Reinigungstücher sind eine gute tägliche Lösung“

Reinigungstücher sind praktisch, aber nicht gründlich. Sie hinterlassen Rückstände und können die Haut reizen. Viele konventionelle Tücher enthalten Konservierungsstoffe wie Parabene, PEGs oder Polyaminopropyl Biguanide, die laut Untersuchungen hormonell wirken, die Hautbarriere schwächen oder sogar als potenziell krebserregend eingestuft werden können. Sie entfernen Make-up und Schmutz nur grob und oberflächlich. Rückstände bleiben auf der Haut, was zu verstopften Poren, Pickeln und einem fahlen Hautbild führen kann. Viele Produkte enthalten Alkohol, Duftstoffe oder andere austrocknende Substanzen, die die Haut reizen und das Gleichgewicht der Talgproduktion stören können. Besonders empfindliche Haut reagiert darauf schnell. Die meisten Tücher bestehen aus synthetischen Fasern, sind nicht biologisch abbaubar und erzeugen viel Müll.

Tipp: Nur als Notlösung verwenden – nicht für die tägliche Pflege geeignet.


💦 Mythos 4: „Wasser allein reicht zur Reinigung“

Über Nacht regeneriert sich die Haut. Sie wird nicht schmutzig, sondern bildet lediglich Talg und Schweiß, die sich morgens mit lauwarmem Wasser leicht entfernen lassen.

Ein reines Hydrolat wie Rosenwasser entfernt zusätzlich Schweiß und leichten Talg, verfeinert den Teint, spendet Feuchtigkeit und wirkt wie ein Toner – dadurch kann die Haut anschließende Pflege besser aufnehmen.


Solltest du trotz vielem Reinigen Hautspannen, Rötungen oder stellenweise Unreinheiten haben, probiere es aus, auf ein Reinigungsprodukt am Morgen zu verzichten und dafür Wasser zu verwenden und anschliessend etwas Rosenwasser aufsprühen.

Am Abend kann dagegen Wasser Umweltschmutz, Sonnenschutz oder Make-up Reste nicht allein lösen.

Tipp: Eine gründliche Gesichtsreinigung und Abschminken am Abend sind ein MUSS. Ein Reiniger ist notwendig – aber nicht zwingend zweimal täglich. Am Morgen reicht Wasser.

Mit unserem ölbasierten Reinigungsbalsam Calming Milk funktioniert die Reinigung wie die sogenannte Oil-Cleansing-Method, d.h. Öl löst sich mit Öl, ohne dabei die Hautbarriere zu beschädigen und ist sowohl für trockene und sensible als auch für fettige und unreine Haut geeignet.

🧽 Mythos 5: „Mechanische Peelings machen die Haut sauberer“

Normale Haut verträgt in regelmässigen Abständen ein körniges, also mechanisches Peeling. Aber auch hier gilt nicht zu übertreiben und 1x bis maximal 2x pro Woche reicht völlig aus. Zu oft peelen schadet der Haut und viele körnige Peelings wirken zudem oft zu aggressiv und können Mikroverletzungen in der Haut verursachen.

Tipp: Fruchtsäurepeelings (sogenannte chemische Peelings) sind in der Regel sanfter und effektiver, sollten aber nicht täglich angewendet werden und sind auch nicht für jeden Hauttyp / Hautzustand gleichermassen gut geeignet. Besonders effektiv bei Mischhaut, normaler, unreiner, fettiger Haut, reifer Haut oder zu Pigmentflecken neigender Haut.

Tonerden z.B. verfeinern das Hautbild, mildern Unreinheiten und reinigen sanft ohne die Haut anzugreifen. Zudem haben sie einen ganz leichten sanften Peeling-Effekt und sind je nach Tonerde für jeden Hauttyp geeignet.

Hinweis: Bei sehr sensibler, juckender Haut, Neurodermitis, Couperose oder Rosazea besser gar keine mechanischen oder chemischen Peelings verwenden und gegebenenfalls mit einem Dermatologen abklären.

🧽 Hygiene: Der unterschätzte Schlüssel zu gesunder Haut

Viele Hautprobleme entstehen nicht durch „falsche Produkte“, sondern durch mangelnde Hygiene. Saubere Tools, Hände und Textilien sind oft der entscheidende Unterschied.

1. Hände waschen – immer vor der Reinigung

Hände tragen Bakterien, die Entzündungen fördern können. Saubere Hände = weniger Pickel.

2. Tools & Pads regelmäßig reinigen

Konjac-Schwämme, Waschhandschuhe oder wieder verwendbare Pads sammeln Feuchtigkeit und Keime. Regel: Nach jeder Nutzung waschen, gut trocknen lassen, regelmäßig austauschen. 

3. Ein separates Gesichtshandtuch verwenden

Das gleiche Handtuch für Hände und Gesicht zu nutzen ist ein häufiger Fehler. Besser: Ein kleines Gesichtshandtuch, das du alle 2–3 Tage wechselst.

4. Produkte nicht teilen

Bei Produkten im Tiegel können Keime übertragen. Besser: Mit einem Spatel entnehmen oder jede/r hat sein eigenes Produkt. Bei Produkten mit Pipette oder Pumpe ist das kein Thema.

5. Smartphone regelmäßig reinigen

Das Handy berührt oft die Wange – und ist ein Bakterienmagnet. Reinige regelmäßig den Bildschirm deines Handys und reduziere dadurch Keime, die zu Unreinheiten führen können.

6. Kopfkissenbezüge häufiger wechseln

Auf dem Kissen sammeln sich Talg, Schweiß und Hautschüppchen. Alle 3–5 Tage wechseln ist ideal.

7. Produkte nicht mit Wasser verdünnen

Das bringt Keime ins Produkt und verändert die Formulierung.

Fazit: Weniger Hype, mehr Hautverständnis

Eine gute Gesichtsreinigung muss nicht kompliziert sein. Sie braucht:

  • morgens: Sanftheit
  • abends: Gründlichkeit
  • immer: Hygiene

Wenn du diese einfachen Prinzipien beachtest, legst du den Grundstein für eine gesunde, strahlende Haut – ganz ohne übertriebene Routinen oder unnötige Produkte.

Und bei Fragen zu Produkten und deinem Pflegeritual melde dich gern jederzeit bei uns. 

Liebe Grüsse, Kathleen

Titelbild: Andrew Valdivia via @unsplash

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